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Echsen.

Übrigens, alle Tiere, die hier zu sehen sind, sind frei lebend und werden nicht in Käfigen gehalten.


Nilwaran (Varanus niloticus)
Nile monitor
Nilwaran
Nilwaran
Nile monitor
Nile monitor
Varanus niloticus

Auch Nilwarane sind bei uns zuhause, denn der Lake Chem Chem und auch der Sabaki Fluss sind nicht weit entfernt.

Männliche Exemplare durchstreifen ein bis zu 25.000m² großes Gelände mit ständig wasserführenden Flüssen, Seen oder anderen ganzjährigen Wasserstellen. Die Weibchen sind nicht so wanderfreudig.

Ihre aktive Jagdphase liegt in der Regenzeit, dann erbeuten sie alles was sie überwältigen können. Nahrung spüren sie mit Hilfe ihrer gespaltenen Zunge auf, die sie als Riechorgan einsetzen. Damit finden sie sogar Fressopfer unter der Erdoberfläche. In der Trockenzeit lauern sie meistens ihrer Beute auf und vertilgen auch Aas.

Diese tagaktiven Tiere sonnen sich gerne auf Termitenhügeln oder anderen erhöhten Flächen. Sie können sehr gut klettern und sind deshalb auch auf Bäumen zuhause. Nilwarane sind sehr gute Schwimmer und können länger als zwanzig Minuten unter Wasser bleiben.

Sie sind als arge Nesträuber bekannt. Die Brutzeiten der Vögel und Krokodile eröffnen für die Warane ein echtes Schlaraffenland.

Ein Nilwaran kann bis zu zwei Meter lang werden.
Steppenwaran (Varanus albigularis) 
Varanus albigularis
Varanus albigularis
Varanus albigularis

Varanus albigularis

Varanus albigularis

Steppenwaran

Savanna Monitor
Savanna Monitor
Savanna Monitor
Savanna Monitor
Savanna Monitor in chicken  coop
Savanna Monitor in chicken coop

Eines Abends saß ich auf der Terrasse und schaute so in die Runde. Da bemerkte ich an einer Öffnung zum Dach einen Schatten, den ich vorher dort noch nie gesehen hatte.

Im Schein meiner Taschenlampe entdeckte ich den großen braunen Kopf eines Warans und die scharfen Krallen seines rechten Vorderbeines. Die Augen waren geschlossen und er schien zu schlafen.

Am nächsten Morgen war er nicht mehr zu sehen. Später entdeckte ich ihn dann in den Dachbalken, wo er es sich auf einem Querträger bequem gemacht hatte.

Dort spazierte er nach Lust und Laune hin und her und schaute gelangweilt auf uns herab. Ein paar Tage später habe ich ihm Wasser, Frischfleisch und rohe Eier in das Gebälk gestellt.

Nach zwei Wochen Dachgebälk-Urlaub hatte er wohl genug und spazierte über die Dachrinne auf den nahen Baum im Vorgarten. Dort lag er noch ca. 2 Stunden auf einem dicken Ast in der Sonne, kletterte hinunter und verschwand im nahen Unterholz.

Er ist normalerweise ein tagaktiver Bodenbewohner, aber man findet ihn auch auf Bäumen und Felsen in schwindelerregenden Höhen. Seine Beute besteht aus allem, was er überwältigen kann; sogar Schlangen und Schildkröten gehören dazu.

Wie der Nilwaran kann auch der Steppenwaran mit seiner blauen gespaltenen Zunge unterirdische Nester aufspüren und gräbt dann mit seinen gewaltigen Klauen nach Eiern oder lebender Beute.

Steppenwarane können eine Länge von 140 Zentimetern erreichen. Mein Untermieter war zwar nur 115 Zentimeter, aber ich hatte trotzdem großen Respekt vor ihm.

Er hat öfter meinen Hühnerstall besucht, jedoch die Hühner sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Das Federvieh hat sich mit dem Schnabel erfolgreich gegen ihn verteidigt. Allerdings habe ich ihn dann eingefangen und am Waldrand frei gelassen.

Am selbem Tag ist er noch zweimal in den Hühnerstall gekommen und ich hab ihn jedesmal von dort wieder entfernt.

Vielleicht hat es ihm sogar Spaß gemacht, denn er besucht uns immer noch regelmäßig.
Blaukopf Baumagame (Acanthocercus Atricollis)
Acanthocercus Atricollis
Blaukopf Baumagame
Acanthocercus Atricollis
Acanthocercus Atricollis
Acanthocercus Atricollis
Acanthocercus Atricollis
Blue headed Tree Agama
Acanthocercus Atricollis
Acanthocercus Atricollis

Eines Tages, Marlies wollte irgend etwas aus dem Zimmer holen, saß genau diese Blaukopf-Baumagame im Regal des Gästezimmers und fauchte den "Eindringling" an. Mit blitzschneller Handbewegung hatte Günther die Agame gegriffen.

Sie war allerdings sehr wehrhaft und erst als die Echse wieder auf einem Baum saß, beruhigte sie sich und schaute zufrieden auf uns herab.

Ein anderes Mal rief Sophie mich zu einer Blaukopf-Baumagame, die leblos im Zufahrtsweg lag. Zuerst dachten wir das Reptil sei tot. Es war noch früh am Morgen, dieser Wegabschnitt lag noch im Schatten und die Temperaturen waren für afrikanische Verhältnisse mit 24° C recht kühl.

Ich nahm den reglosen Körper auf und setzte ihn in einen Baum, der von den ersten wärmenden Sonnenstrahlen getroffen wurde. Nach etwa 15 Minuten kletterte unser kleiner blauköpfiger Freund langsam immer höher und versteckte sich im Blätterdach der Baumkrone.

Blaukopf Baumagamen können fast 40 Zentimeter lang werden. Übrigens, im Hochland Ostafrikas glaubt man, dass diese farbenfrohen Agamen giftig sind.

Schwarznacken Baumagame (Acanthocercus Cyanogaster)
Schwarznacken Baumagame
Acanthocercus Cyanogaster
Schwarznacken Baumagame

Diese bis zu 35 Zentimeter großen Echsen sind eng verwandt mit den Blaukopf-Baumagamen

Wenn diese kräftigen Tiere gut aufgewärmt sind, wehren sie sich sehr heftig und zeigen dabei ihr geöffnetes rosa- bis orangefarbenes Maul, mit dem sie fest zubeißen können.

Baumagamen sind tagaktiv und man sieht sie recht häufig in menschlichen Ansiedlungen. Kommt man ihnen zu nahe, klettern sie einfach auf höher gelegene Äste. Oft verschwinden sie auch blitzschnell hinter den Baumstamm und lugen neugierig mit einem Auge hervor. Manchmal sieht man Baumagamen auch an Felsen und Termitenhügeln.

Obwohl sie eine Vielzahl von Käfertieren und anderen Insekten vertilgen, besteht Ihre Lieblingsspeise aus Ameisen.

Baumagamen schlafen des nachts auf Ästen und unter hohler Rinde.

Chamäleons sind die nächsten Verwandten dieser Echsen. Über die genaue Art und Weise der Beziehung und wie eng sie miteinander verwandt sind, wird in wissenschaftlichen Fachkreisen immer noch diskutiert.

  Lappenchamäleon (Chamaeleo dilepis)

Lappenchamäleon

Lappenchamäleon

Lappenchamäleon
Lappenchamäleon
Flap necked Chameleon
Flap necked Chameleon
Flap necked Chameleon
Chamaeleo dilepis
Chamaeleo dilepis
Chamaeleo dilepis
Chameleon
Chamaeleo dilepis
Chamaeleo dilepis
Flap necked Chameleon
Chamaeleo dilepis

Die Fähigkeit ihre Farbe zu wechseln, hat die Chamäleons berühmt gemacht. Das Wechselspiel der Farben hängt vom emotionalen und hormonalen Status ab. Entspricht aber in der Regel dem jeweiligen Hintergrund, dem sie sich schnell anpassen können.

Alleine nur in Ostafrika gibt es 40 verschieden Arten. Chamäleons sind sehr schwer in den Büschen und Bäumen zu entdecken. Sie kommen im feuchten Dickicht der Küstenwälder und in den trockenen Savannen bis in fast 1800 Meter Höhe vor.

Um diese einzigartigen Tiere ranken sich auch jede Menge Märchen. Eine amüsante Geschichte erzählt, dass Chamäleons vor Frust platzen, wenn man sie auf ein Schottenmuster setzt. Hahaha. Die anderen Stories handeln leider meist vom Unglück, was von Afrikanern sehr ernst genommen wird. Der ganze Körper und auch Körperteile des Chamäleons kommen auch in der Hexerei zur Anwendung. Deswegen dulden die Schwarzen in der Umgebung ihrer Häuser keine Chamäleons.

Das Leben des Chamäleons spielt sich in erster Linie auf Büschen und Bäumen ab, gelegentlich aber auch auf dem Boden. Es wird auch oft in der Regenzeit morgens beim Überqueren von Straßen beobachtet. Als tagaktives Tier schläft es nachts auf den äußeren Zweigen von Büschen und Bäumen.

Ihre Augen befinden sich in kegelförmigen Türmchen und bewegen sich unabhängig. Ihr Sehvermögen ist sehr scharf und wirkt wie ein Fernglas. Dafür können sie aber schlecht hören. Wie bei vielen Echsen sind sie allerdings nicht in der Lage, bei Gefahr ihren Schwanz abzuwerfen.

Mit zusammengewachsenen gegenüberliegenden Zehen mit scharfen Krallen sind Chamäleons ideal zum Klettern angepasst. Die größeren Arten findet man hoch oben in Büschen und Bäumen. Ihre Beute besteht meistens aus Insekten, kleinen Tausendfüßlern und Spinnen, die sie mit ihrer klebrigen teleskopartigen Zunge regelrecht abschießen.

Hier handelt es sich um das Lappenchamäleon mit seinen charakteristischen Ohrlappen. Ein frisch geschlüpftes Chamäleon ist etwa 4 Zentimeter und kann 10 mal so groß werden.

Wenn Chamäleons sich angegriffen fühlen und nicht fliehen können, fauchen sie und beißen auch schon mal zu. Man staunt nicht schlecht, wie schnell sich das sonst so langsame Reptil bewegen kann.

  Zwergchamäleon (Rhampholeon kerstenii)

Zwergchamäleon

Zwergchamäleon

Zwergchamäleon
Rhampholeon kerstenii
Rhampholeon kerstenii
Rhampholeon kerstenii
Kenya Pygmy-Chameleon
Kenya Pygmy-Chameleon
Kenya Pygmy-Chameleon

Das nur 6 bis 8 Zentimeter große Zwergchamäleon lebt in den Küstenwäldern sowohl als auch in Savannen und Halbwüsten. Es sucht seine Nahrung hauptsächlich auf dem Boden, obwohl es zum Schlafen dann wieder in die Büsche klettert.

Wenn man es aufnimmt, fängt es an zu vibrieren und man könnte meinen, einen leichten elektrischen Schock zu bekommen.

Im Tsavo Gebiet lebt es als dämmerungsaktives Chamäleon aber an der Küste zeigt es sich den ganzen Tag über.

Seine Verstecke sind Löcher und Termitenhügel. Im offenen Land aber auch in blattlosen Dornbüschen, wo es aufgrund seiner Tarnfarbe so gut wie unmöglich zu erkennen ist.

In all den Jahren, habe ich hier nur 3 Exemplare gesehen.

  Great plated Lizard (Gerrhosaurus major )
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard
Great plated Lizard

Mit kräftigen kurzen Beinen bewegt sich die bis zu 50 Zentimeter große Schildechse durch die afrikanische Landschaft. Sie fühlt sich im feuchten Dickicht der Küstenwälder sowohl als auch in den trockenen Savannen bis in fast 1700 Meter Höhe wohl.

Man findet sie vorzugsweise in steinigen Spalten und Steinhaufen aber auch in verlassenen Termitenbauten. Sie können sich außerordentlich gut an menschliche Ansiedlungen anpassen und werden sogar zutraulich. Als Allesfresser vertilgen sie Insekten, Früchte, Blumen und sogar andere kleinere Echsen.

Auch bei uns gibt es an der Gartenabgrenzung verschiedene Steinhöhlen und Löcher die von Schildechsen gerne bewohnt werden.

Es macht immer wieder Freude, diese regen Gesellen zuzusehen.
 Siedleragame (Agama agama)
Agama agama
Agam agama
Red headed Rock Agama
Siedleragame

Siedleragame

Diese bis zu 35 Zentimeter großen tagaktiven Agamen sieht man sehr häufig. Sie sind von der Küste über die Savannen und Halbwüsten bis hin ins Hochland über 2200 Meter weit verbreitet. Allerdings nur dort wo es auch Felsen und reichlich Gesteinsformationen gibt.

Die Männchen stellen gerne ihren orangenen Kopf zur Schau. Die Weibchen dagegen sind eher unscheinbar braun mit einem grün gesprenkeltem Kopf. Dazu dunkle Quer- und Längsstreifen, unregelmäßige rechteckige Markierungen und manchmal mit orangeroten Flecken an den Flanken.

Als felsenbewohnende Echsen leben sie auch in Ritzen alter Gemäuer, aber auch schon mal auf Bäumen.

Während des Sonnenbadens heben und senken sie auffällig ihren Kopf, was bei einigen Moslems dazu führt, dass sie glauben, es sei eine Verspottung ihrer Bewegung während des Gebets.

Sie fressen alle Insekten, die sie erbeuten können und haben eine Vorliebe für Ameisen.

Deswegen verweilen sie stundenlang an Ameisenstraßen, um die kleinen Leckerbissen einfach aufzuschlecken.

Sie verzehren aber auch Gras, Blumen und Früchte.
  Tansania Skink (Mabuya maculilabris)
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink
Speckled Lip Skink

Sie sind eigentlich Baumbewohner aber hier bei uns im und am Haus scheinen sich die bis zu 25 Zentimeter großen Genossen sehr wohl zu fühlen. Sie scheuen sich nicht, Entdeckungsreisen durch alle Räume zu unternehmen und sitzen oft auf der Fensterbank. Sie legen sogar Eier innerhalb des Hauses.

Eines morgens sah ich im Badezimmer 8 winzig kleine Echsen. Sie waren gar nicht scheu und lagen einfach so auf dem Fußboden. Fast wäre ich darauf getreten. Habe sofort ein Schild an die Tür gehängt: "Don't step on small Lizard Babies". Nach etwa 3 Wochen habe ich sie dort nicht mehr gesehen. Später habe ich dann im Außenbereich einige der Jungtiere wieder gesehen.

Diese Skinks kommen an der Küste aber auch im Hochland vor. Sie varieren regional dann allerdings in ihrer Zeichnung.

Sie ernähren sich von Insekten, Gliederfüßler und Schnecken, die sie überwältigen können.

Streifenskink (Trachylepis striata)
Tree Skink Baumskink Tree Skink

Diese tagaktiven Skinks habe ich noch nie im Haus gesehen. Sie sind sehr schüchtern im Vergleich zu denen im Gebäude. Sie leben im Garten und sind sehr tolerant gegenüber der Urbanisierung.

Der afrikanische Streifenskink wird bis zu 9 cm lang und gehört deswegen zu den mittelgroßen Skinks.
Sein Lebensraum erstreckt sich von Ostafrika bis hinunter in den Süden.

Die verschiedenen Arten zeigen hier unterschiedliche Färbungen auf. In südlichen Regionen werden im Sommer 3-9 Babys lebend geboren. In nördlicheren Regionen legen sie Eier. Sie wachsen relativ schnell und sind mit etwa 15 Monaten geschlechtsreif.


Ihr Futter besteht meistens aus kleineren Insekten und Wirbellose.

Gelbkehl-Schildechse (Gerrhosaurus flavigularis )

Diese Eidechsen, bis zu 65 cm lang, sind sehr scheu und werden trotz ihrer Größe nur selten gesehen. Allerdings hatte ich ein paar Mal das Glück, diese attraktiven Eidechsen zu Gesicht zu bekommen und konnte sogar ein junges Tier fangen.

Sie sind gut mit harten Körperplatten und Kopfschildern gepanzert. Der Schwanz ist fast zwei Drittel des ganzen Körpers. Sie sind tagaktiv und graben ihre Höhlungen meist in losem Boden.

Diese Eidechsen jagen hauptsächlich Insekten, und wenn sie in Gefahr sind, flitzen sie schnell in ihre unterirdischen Wohnungen, vorzugsweise unter Büschen.

   
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